Für Anleger im Vereinigten Königreich gibt es gute Nachrichten. Ab dem 8. Oktober können Privatanleger auf Krypto-Exchange-Traded Notes (ETNs) zugreifen, eine Möglichkeit, über traditionelle Finanzprodukte in Kryptowährungen zu investieren.
Das ist ein Erfolg für alle, die Bitcoin, Ethereum oder andere Kryptowährungen in einem regulierten und vertrauten Rahmen in ihr Portfolio aufnehmen möchten. Allerdings haben Privatanleger im Vereinigten Königreich vorerst weiterhin keinen Zugang zu Krypto-Derivaten wie Futures, Optionen und Perpetuals.
Warum die Aufsichtsbehörden Krypto-ETPs aufgreifen
Während sich der Fokus in diesem Jahr stark auf Unternehmensstrategien für Treasury-Reserves und direkte Kryptokäufe gerichtet hat, halten börsengehandelte Fonds (ETFs) und andere Anlagevehikel weiterhin den größten Anteil an Bitcoin.
Derzeit verwalten Fonds und Exchange Traded Products (ETPs) Vermögenswerte von über 160 Milliarden US-Dollar (siehe Diagramm unten), deutlich mehr als Unternehmen und Regierungen zusammen. Der Grund dafür liegt in der Möglichkeit, Krypto-Zugang über vertrauenswürdige, regulierte Finanzprodukte zu ermöglichen, die institutionelle Sicherheitsstandards, transparente Bestände und eine nahtlose Integration mit traditionellen Brokerplattformen verbinden.
Diese wachsende Beliebtheit ist der Grund, warum Aufsichtsbehörden weltweit beginnen, ihre Verbote für Investmentprodukte für Privatanleger zu überdenken, ein Trend, den wir in unserem Market Outlook 2025 vorausgesagt haben und der nun Realität wird.
Das Vereinigte Königreich ist mit dieser Entwicklung nicht allein. In Europa gibt es Krypto-ETPs bereits seit fast sieben Jahren, während in den USA 2024 erstmals Spot-Bitcoin-ETFs aufgelegt wurden, die innerhalb ihres ersten Jahres auf ein verwaltetes Vermögen von rund 150 Milliarden US-Dollar anwuchsen.

Britischer Krypto Markt für Privatanleger vor dem Durchbruch
Die Einführung von Krypto-ETNs für Privatanleger im Vereinigten Königreich wird anders verlaufen als in anderen Ländern. Institutionen haben schon seit 2024 Zugang, sodass Privatanleger von einer anderen Ausgangsposition starten. Das Potenzial ist dennoch enorm. In den USA stammen inzwischen über 40 % der Zuflüsse in Krypto-ETPs von Privatanlegern, was zeigt, dass regulierter Zugang eine starke Nachfrage auslösen kann.
Erreicht das Vereinigte Königreich lediglich eine Krypto-ETNs Adoptionsrate von 1,3 % (siehe Abbildung 3) in der Gesamtbevölkerung und damit das Niveau der USA, könnten Milliarden US-Dollar an neuen Investitionen fließen. Damit würde das Vereinigte Königreich anderen Staaten voraus sein, die ähnliche Schritte noch diskutieren.
Die Grundlagen sind bereits vorhanden: Laut Finanzministerium haben sich 12 % der britischen Erwachsenen schon mit Krypto befasst, und diese Zahl dürfte steigen, sobald regulierte, investmenttaugliche Produkte verfügbar sind.

Krypto-Regulierung wird global
Wie in unserem aktuellen State of Crypto Report dargelegt, ist der Kurswechsel des Vereinigten Königreichs Teil eines grösseren globalen Trends hin zu reguliertem Krypto-Produkten:
- In Japan hat SBI Holdings Pläne für ETPs vorgestellt, darunter einen Gold-Krypto-ETF und einen Bitcoin-XRP-Dual-ETF, jeweils vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung.
- In Südkorea arbeitet die Finanzaufsicht FSC auf die Zulassung eines Spot-Krypto-ETF bis Ende 2025 hin.
Die Rückkehr von Krypto-ETNs für britische Privatanleger ist mehr als nur eine Anpassung der Regulierung; sie markiert einen Wandel darin, wie digitale Vermögenswerte in die traditionellen Finanzmärkte eingebettet werden. Mit Europa als Vorreiter, den USA als Treiber der Adoption, dem Vereinigten Königreich, das nun die Türen für Privatanleger öffnet, und Asien, das an Fahrt aufnimmt, zeichnet sich 2025 als das Jahr ab, in dem Zugang, Klarheit und Investitionskapital in nie dagewesener Weise zusammenkommen.












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