von Karim AbdelMawla
Am 14. Juli startet im US-Repräsentantenhaus die “Crypto Week” - ein konzentrierter Vorstoß, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Sollten diese Vorschläge verabschiedet werden, könnten sie Investoren die das nötige Vertrauen geben, um mit mehr Klarheit in den Kryptomarkt einzusteigen. Hier ein Überblick über die aktuellen Debatten im Kongress und wie sie die Zukunft von Krypto prägen könnten.
Der GENIUS Act: Neue Regeln für Stablecoins
Der GENIUS Act ist der erste landesweite Gesetzesentwurf der USA zur Regulierung von Stablecoins. Eine Art von Kryptowährungen, die üblicherweise an eine Fiat-Währung wie den US-Dollar gekoppelt sind.
Der Entwurf beinhaltet:
- 1:1-Hinterlegung der Stablecoins
- Monatliche Audits für mehr Transparenz
- Regeln zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) und zur Kundenidentifizierung (KYC), um Missbrauch vorzubeugen
- Aufsicht durch Bundes- und Landesregulierungsbehörden
CLARITY Act: Wer reguliert was im Kryptobereich?
Der CLARITY Act, der noch auf die Senatszustimmung wartet, zielt darauf ab, eine große Frage in Krypto zu klären: Wer ist wofür zuständig?
Vorgesehen ist:
- Die CFTC würde Krypto-Projekte überwachen, die dezentral genug sind, um wie Rohstoffe behandelt zu werden.
- Die SEC würde sich um Token in der Frühphase und alles kümmern, was einem traditionellen Wertpapier ähnelt.
- Wenn Projekte reifer und dezentraler werden, könnten sie von der SEC zur CFTC-Aufsicht wechseln.
- Neue Rollen wie „Digital Commodity Broker“ und „Digital Commodity Exchange“ würden offiziell anerkannt.
Wer profitiert am meisten von der Crypto Week?
Alle Augen sind auf dezentrale Finanzprojekte (DeFi) wie Aave und Sky gerichtet, die die größten Gewinner der Crypto Week sein könnten.
Aave: Aave ist die größte Lending-Plattform im dezentralen Finanzwesen (DeFi) und könnte ein wichtiger Gewinner des GENIUS Act sein.
- Aave hält Stand Juli 2025 etwa 5 % aller Stablecoins, mehr als jeder andere DeFi-Lender.
- Mit GHO hat Aave ein eigenes, überbesichertes Stablecoin eingeführt, das hohen Sicherheitsstandards folgt.
- Aave hat über 45 Milliarden US-Dollar an Total Value Locked (TVL) und ist damit führend im DeFi-Lending.
- Mit dem kommenden Horizon-Projekt sollen Institutionen Stablecoins gegen tokenisierte Real-World-Assets (z.B. Geldmarktfonds) leihen können.

Sky:Sky, Herausgeber des Stablecoins USDS, könnte sowohl vom GENIUS als auch vom CLARITY Act profitieren:
- USDS ist aktuell der größte dezentrale Stablecoin. Wird er von Regulatoren anerkannt, könnte er als genauso vertrauenswürdig wie Fiat-gedeckte Alternativen gelten.
- Sky arbeitet mit einem hochgradig dezentralisierten Governance-Modell, das gut mit der Ausrichtung des CLARITY Acts harmoniert.
- Über das SubDAO-Modell kann Sky flexibel mit Institutionen zusammenarbeiten, ohne seine Dezentralität aufzugeben.
- Skys stabiles Einnahmemodell über USDS-Stabilitätsgebühren macht es zu einem attraktiven DeFi-Investment mit geringerem Risiko für institutionelle Anleger.
Warum sollten Investoren jetzt genau hinsehen?
Experten schätzen, dass klare Regulierungen bis 2030 ein Wachstum von 1,6 bis 3,7 Billionen US-Dollar für Stablecoins und institutionelles DeFi freisetzen könnten. Während neue Gesetze Gestalt annehmen, bereiten sich Banken, Fintechs und Vermögensverwalter darauf vor einzusteigen, was mehr Stabilität, Liquidität und Vertrauen in den Markt bringen wird. Es ist das Signal, auf das Investoren gewartet haben.












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