Bei 21shares sagen wir: JitoSOL ist ein Token mit zwei Yields.
JitoSOL wurde vom Jito Network entwickelt und kam im November 2022 auf den Markt. Seitdem hat es sich als führender Liquid-Staking-Token im Solana (SOL) Ökosystem etabliert.
JitoSOL war der erste Token mit einer zweigleisigen Yield-Struktur. Das Ergebnis ist ein volles SOL-Preis-Exposure kombiniert mit integriertem Yield, ohne operative Komplexität.
Doch was heißt das konkret? Und wie funktioniert das in der Praxis?
Unser JitoSOL-Spickzettel fasst es in acht wesentliche Punkte zusammen.
1) JitoSOL auf einen Blick
JitoSOL ist ein liquider Token, der gestaktes SOL sowie die darauf erzielten Rewards repräsentiert.
Zum Prozess: Du hinterlegst SOL im Staking-Setup von Jito, erhältst dafür JitoSOL, und im Laufe der Zeit steigt der Wert von JitoSOL im Verhältnis zu SOL, während die Rewards anfallen.
Zu den Rewards: Durch den Tausch von SOL gegen JitoSOL behält das Jito-Netzwerk das volle SOL-Preis-Exposure, während es automatisch zwei Arten von Rewards erzielt: die regulären Staking-Yield und einen „Bonus“-Anteil an den Transaktionsgebühren des Netzwerks.
Zur Flexibilität: Im Gegensatz zu direkt gestaktem SOL bleibt JitoSOL übertragbar und kann innerhalb des Solana-DeFi-Ökosystems genutzt werden, zum Beispiel als Sicherheit für Kredite oder zur Bereitstellung von Liquidität.
Ein nützlicher Vergleich: Gestaktes SOL ähnelt einer Anleihe bis zur Fälligkeit. Es generiert Erträge, lässt sich aber nicht leicht verkaufen. JitoSOL ist der handelbare Anspruch auf diese Position, der sowohl Erträge als auch Preisexposition erhält und gleichzeitig übertragbar bleibt.
2) Jito als „Online-Tipping-Concierge“
Man kann sich Solana wie eine Autobahn vorstellen. Wird der Verkehr dichter, zahlen Fahrer für die Überholspur. Auf Solana äußert sich diese Überholspur in Transaction Tips. Genau hier setzt Jito an. Jito baut weder die Überholspur selbst noch erfindet es das Trinkgeldsystem. Stattdessen sorgt Jito für eine effizientere Erfassung und Verteilung dieser “Trinkgelder” von Nutzern an die Staker.

Das bedeutet, dass Staker auf Solana neben den üblichen Staking-Rewards einen zusätzlichen Yield aus Transaction Tips verdienen können. Dieser zusätzliche Ertragsstrom ist nicht garantiert, sondern schwankt abhängig von der Netzwerkauslastung.

Man kann sich Jito als eine Art Tipping-Concierge vorstellen: Jito verteilt die Trinkgelder so effizient, dass es inzwischen zu einem zentralen Baustein des Solana-Ökosystems geworden ist. JitoSOL ermöglicht es Investoren, auch Staker genannt, an diesen zusätzlichen Erträgen zu partizipieren und gleichzeitig liquide zu bleiben.
3) Wie Jito Stakern mehr Wert aus Transaktionen erschließt
MEV (Maximal Extractable Value) ist ein technischer Begriff für ein einfaches Prinzip: den Gewinn aus der Reihenfolge von Transaktionen.
In einem stark ausgelasteten Netzwerk ist die Reihenfolge entscheidend und diese Reihenfolge hat einen Preis. Anders gesagt: Wer die Transaktionsabfolge kontrolliert, kann zusätzlichen Ertrag erzielen.
Wichtig ist dabei: MEV ist auf Solana inhärent vorhanden, mit oder ohne Jito. Jito erfindet MEV nicht, sondern demokratisiert es. Durch die Verlagerung der Transaktionsreihenfolge in eine offene, wettbewerbliche Auktion stellt Jito sicher, dass dieser Wert transparent mit den Stakern geteilt wird, statt bei einzelnen privaten Akteuren zu landen.
JitoSOL ist damit das Vehikel, über das Investoren neben den klassischen Staking-Rewards auch an den Fast-Lane-Fees partizipieren.
4) Jito ist zu einem Kernbestandteil von Solanas Staking-Markt geworden
Jitos Angebot ist längst kein Nischenprodukt mehr. Inzwischen fungiert es als Kerninfrastruktur im Solana-Staking-Ökosystem.
Stand 26. Januar:
- 71 % der Solana-Validator-Clients nutzen Jitos Software¹
- Rund 14,07 Mio. SOL sind über Jito-fähige Validatoren gestakt, etwa 2,5 % des gesamten gestakten SOL²
- JitoSOL macht knapp 39 % aller Liquid-Staking-Tokens auf Solana aus³
Diese breite Adoption ist entscheidend, da sie Liquidität und Markttiefe, operative Glaubwürdigkeit sowie die strukturelle Relevanz des zusätzlichen Yield-Mechanismus stärkt.
Kurz gesagt: Diese Skalierung ist der Grund, warum JitoSOL funktioniert. Je mehr Validatoren Jito nutzen, desto höher sind Liquidität, Markttiefe und die Verlässlichkeit der zusätzlichen Ertragsströme für JitoSOL-Holder.
5) Yield: was realistisch ist – und was nicht
Historisch hat JitoSOL über längere Zeiträume einen moderaten Aufschlag gegenüber normalem Solana-Staking erzielt, im Schnitt etwa 30 bis 60 Basispunkte. Dieser Aufschlag ist jedoch nicht fix.
Der zusätzliche Yield stammt aus ausführungsbezogenen Einnahmen, die vor allem in Phasen hoher Netzwerkauslastung entstehen. Sinkt die Aktivität im Netzwerk, gehen diese Einnahmen zurück, da weniger Nutzer für Priorisierung oder Ausführungsoptimierung zahlen.
In der Praxis ist der Yield-Vorteil von JitoSOL zyklisch: Er fällt in aktiven Marktphasen stärker aus und ist in ruhigeren Phasen weniger ausgeprägt.
6) JitoSOL bringt zusätzliche Risiken über reines SOL-Exposure hinaus
JitoSOL tauscht Einfachheit gegen Flexibilität. Für Liquidität und potenziell höhere Erträge akzeptieren Investoren zusätzliche Risiken. Dazu zählen Smart-Contract-Risiken, eine eigene Liquiditäts- und Preisdynamik im Vergleich zu SOL sowie ein Yield-Profil, das stärker mit der Netzwerkauslastung schwankt als klassisches Staking. Ob dieser Trade-off sinnvoll ist, hängt davon ab, wie wohl sich ein Investor mit Variabilität und zusätzlicher Komplexität fühlt.
7) Liquidität: Warum es JitoSOL überhaupt gibt
Direktes Staking ist mit Lock-ups und Abwicklungsfristen verbunden, was die Flexibilität einschränkt. JitoSOL wurde genau dafür entwickelt: Staking-Exposure erhalten und Liquidität bewahren.
JitoSOL kann grundsätzlich wieder in SOL eingelöst werden. Diese Einlösung ist jedoch nicht immer sofort möglich und hängt von Staking-Mechaniken sowie den aktuellen Liquiditätsbedingungen ab, insbesondere bei sehr großen Volumina.
Für Investoren, die JitoSOL über ein börsengehandeltes Produkt wie ein ETP oder ETF halten, wird die tägliche Liquidität in der Regel über den Sekundärmarkt an der Börse bereitgestellt, nicht über Onchain-Redemption.
8) Für wen eignet sich JitoSOL? Flexibilität vs. Einfachheit
JitoSOL richtet sich an Investoren, die Staking-Erträge erzielen möchten, ohne ihr Kapital fest zu binden. Der Trade-off ist klar: mehr Flexibilität und ein zusätzlicher Yield-Stream, aber auch mehr bewegliche Teile wie Smart Contracts, marktgetriebene Liquidität und Erträge, die mit der Netzwerkauslastung schwanken. Wer maximale Einfachheit bevorzugt, ist mit SOL oder direktem Staking besser bedient. Wer hingegen Variabilität akzeptiert und zusätzliche Ertragsquellen nutzen möchte, findet in JitoSOL eine attraktive Lösung.
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Fußnoten:
- Blockworks Research. (n.d.). Solana: Validator Clients — Analytics Dashboard. Blockworks. Retrieved February 2, 2026, from https://blockworks.com/analytics/solana/solana-supply-staking-and-validators/solana-validator-clients
- Dune. (n.d.). LST Staked Sol | Dune. Dune Analytics. Retrieved February 2, 2026, from https://dune.com/queries/5013486/8290960/
- Dune. (n.d.). Solana Staking, Validators, and Liquid Staking Tokens (LSTs) | Dune. Dune Analytics. Retrieved February 2, 2026, from https://dune.com/ilemi/solana-staking












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